Volleyball | Häslach, auf geht’s!
Am 1. Adventswochenende war es endlich wieder so weit!
„Türen auf“ in der Ballsporthalle, Ärmel hochkrempeln, Netze aufbauen und spannen und Volleyball-Kleinfelder abkleben! Der 1. Heimspieltag der Saison 2025/26 für unsere Jüngsten Spielerinnen und Spieler der Jumping Donkeys beim TV Häslach stand an. Einige unserer jungen SpielerInnen sind zwar seit dem Frühling 2025 bei uns in der U12 mit dabei und haben bereits erste Bambinierfahrung im Volleyball sammeln können, aber so einen richtig großen Spieltag in der Ballsporthalle vor heimischem Publikum, mit Jumping-Donkeys-Atmosphäre und einer prall gefüllten Tribüne hatten sie noch nicht!
Die Aufregung bei einigen Kindern war riesengroß!
Hinzu kam, dass auch einige Kinder zum ersten Mal vor der Aufgabe standen Volleyballspiele selbst pfeifen und anschreiben zu müssen. Die Handzeichen „trocken“ zu beherrschen ist sicher nicht schwer, aber diese vor großem Publikum bei Fangesängen und -rufen anzuwenden, ist eine andere Liga!
Aber auch beim Trainer- und Organisatoren-Team, das eigentlich mittlerweile reichlich Erfahrung bezüglich Spieltags-Organisation vorweisen kann, war der Puls leicht erhöht. Seit dieser Saison ist es beim Volleyballverband (VLW) eigentlich Plicht auch die Spielberichtsbögen von Jugendvolleyballspieltagen der U12-U17 elektronisch mit Tablets zu erfassen. Dies in einer Ballspielhalle ohne WLAN/Internetverbindung und teilweise eingeschränktem Handyempfang sicher zu organisieren trieb auch Jens Klein, dem Organisator und Turnierleiter des Spieltags, schon im Vorfeld so manche Schweißperle auf die Stirn. Mit den privaten Tablets der kompletten Familie, einer neuen eigens für den Spieltag angeschafften Handykarte und einem Hotspot in der Hallenmitte ließ sich die IT-Vernetzung aber ganz gut organisieren. Dennoch waren Drucker, ausreichend Papier und ein Laptop im Regieraum für den Notfall als Backup gerüstet, damit es im Ablauf ja nicht zu Verzögerungen kommen konnte. Denn in den beiden Vorrundenstaffeln bestehend aus jeweils 6 Teams standen jeweils 8 Spielrunden an, bei denen für ein Spiel, je nach Spielniveau der Kinder 30-45 min eingeplant werden muss. Die TrainerInnen und Trainer mussten bei der Umsetzung jedoch sehr schnell feststellen, dass vermutlich die Nachbereitung für Turnier- und Staffelleitung deutlich einfacher ist, dafür aber die Vorbereitung der Spiele mit den Tablets deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt als einen Spielberichtsbogen einfach mit Kugelschreiber auszufüllen. Am Ende des Tages kamen zwar zusätzlich zu den Spielen jeweils noch 10 bis 15 min on top, aber die Feuertaufe war bestanden!
Begonnen hatte der Spieltag wieder mit dem „legendären“ Einlauf der beiden Jumping-Donkeys-Maskottchen und einer Begrüßung der Jumping-Donkeys-„Mutter“ Kathrin Knötzsch. In ihrer Begrüßung nahm Kathrin Knötzsch Bezug auf den bevorstehenden „Tag des Ehrenamtes“ und dass Ehrenamt keine Selbstverständlichkeit ist! Gerade in den aktuell wirtschaftlich immer rauer werdenden Zeiten müssen wir froh sein, wenn sich so viele Männer und Frauen neben ihrem größtenteils Vollzeitjob und ihrer Familie noch die Zeit nehmen ehrenamtlich als Trainer zu arbeiten und somit einen wichtigen Teil dazu beitragen, dass Kinder im Verein Sport machen können und nicht die ganze Zeit vor Spielekonsolen und PCs abhängen. Sie merkte auch an, dass der Trainerjob immer herausfordernder wird und ehrenamtliche diesbezüglich leider gesellschaftlich null abgesichert und geschützt sind. So muss man froh sein, wenn Ehrenamtliche diese enorme Belastung gesundheitlich noch durchstehen. Als „Dankeschön“ für jeden Trainer bzw. jede Trainerin, der bzw. die sich ehrenamtlich engagiert gab es ein kleines Geschenk mit einem Weihnachtsanhänger „Danke, dass DU Trainer bist!“. Zusätzlich fügte Knötzsch in ihrer Ansprache noch hinzu, dass es aufgrund der hohen Belastung immer wichtiger wird, dass Eltern die Trainer insbesondere an Spieltagen bezüglich Organisation und Catering unterstützen, da sonst solche Spieltage irgendwann nicht mehr möglich sein werden. Eltern – wie bei den Jumping Donkeys - im Rücken zu haben, die unterstützen, ist die größte Wertschätzung, die ein Trainer bekommen kann, besser als jedes Weihnachtsgeschenk.
Nach einer zum Nachdenken anregenden Ansprache ging es dann los mit den Spielen.
Im Vergleich zum 1. Spieltag hatten sich alle Kinder schon deutlich weiterentwickelt, weshalb es zu deutlich längeren Ballsätzen und spannenderen Spielen kam. In der Vorrunde I spielten Häslach 1 und 2, TVR 1 und 4 und die Blaubären aus Flacht. Rottenburg 1, 4, die Blaubären aus Flacht und Häslach 1 qualifizierten sich in dieser Runde für die Teilnahme an der Bezirksmeisterschaft. In der Vorrunde II spielten Häslach 3, SGV Freiberg am Neckar, GA Allianz Stuttgart, TVR 2, 3 und 5. Mühlacker fehlte an diesem Spieltag. Häslach 3, Rottenburg 2 und GA Allianz Stuttgart qualifizierten sich ebenso weiter für die Bezirksendrunde, diese mit dem 3. Spieltag am Sonntag, 14. Dezember 2025 startet. Das Team Häslach 3 hat große Chancen sich mit einem möglichen 3. oder 4. Platz sich für die Teilnahme an der Württembergischen Meisterschaft im Januar 2026 zu qualifizieren. Jetzt heißt es kräftig Daumen drücken und anfeuern.
Sonntags ging es dann gleich weiter mit dem 3. Spieltag der U14 männlich Runde, bestehend aus den 9 Teams TVR 1, 2, 3, 4, TV Häslach, TSG Tübingen, TSG Balingen, SV Böblingen und den Blaubären aus Flacht. In dieser Runde heißt es für die Jumping Donkeys einfach nur „Dabei sein ist alles!“, da die Mannschaft zu 90% aus U12-Spielern besteht. Die Teilnahme an der Runde ist eine zusätzliche Übung und Fördermöglichkeit für junge Spieler gegen deutlich stärkere Teams antreten zu können und die erste Runde in einem 4 gegen 4 ausprobieren zu können. Der TV Häslach hat aktuell 2 Spieler des Jahrgangs 2014, die an den Bezirkskaderlehrgängen des Bezirks West teilnehmen dürfen. Insbesondere für diese Spieler ist die Teilnahme an der U14-Runde eine wichtige Basis. Ebenso können sich jüngere, sehr starke Spieler, wie einige Jungs in der aktuellen U12- Mannschaft, nur gegen stärkere Team deutlich weiterentwickeln, weshalb das Trainerteam mit der Teilnahme an der U14 eine strategische Entscheidung für die Zukunft getroffen hat.
